Der Hirschbacheinlauf wurde renaturiert

Am Montag, den 11. Mai, wurde das neue Umgehungsgerinne des Hirschbacheinlaufs bei Weiding offiziell eingeweiht. In Anwesenheit des Wasserwirtschaftsamt Traunstein und Rosenheim, Vertreten des Verbund, des Landratsamt Altötting der

Anrainer Gemeinde, der Inhaber der  Grundstücke, die von ihnen für den Umbau zur Verfügung gestellt wurden und unseres Fischereivereins, wurde das Projekt von Herrn Philipp, dem Projektleiter der gelungenen Maßnahme des Wasserwirtschaftsamt Traunstein, vorgestellt. Er berichtete, dass bereits vor zwanzig Jahren erste Überlegungen diskutiert wurden, die Fallhöhe von 3,20m des Hirschbacheinlaufs in den Inn neu zu strukturiert. Aber erst vor zwei Jahren wurde das Projekt konkret angegangen und da alle beteiligten Behörden, Ämter, Anrainer und Grundstücksbesitzer an einem Strang zogen und sich

einig wurden, konnte diese einzigartige Maßnahme schnell realisiert werden. Auch der Kostenrahmen von 190.000€, der zu einem drittel vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein und zu zwei drittel vom Verbund finanziert wurde, blieb laut Herrn Philipp exakt im geplanten Rahmen.

Jetzt können die Fischen vom Inn ohne Hindernis in ihre Laichgebiete in den Bach aufsteigen und Schutz bei Hochwasser finden. Es ist ein wunderschöner natürlicher Bachlauf über 240m länge entstanden. Weiter führte Herr Philipp aus, wurden aber auch Brutmöglichkeiten für die Wasseramsel und eine Lehmwand für Höhlenbrüter, wie dem Eisvogel, in den neu entstandenen Uferbereichen geschaffen. Der alte Zulauf zum Inn wurde als wunderschönes Altwasser neu strukturiert, in dem bereits während der Einweihungsfeier ganz ungeniert ein Biber seine Bahnen zog, als ob es immer da gewesen ist. Als Einweihungsgeschenk brachte unser Vorstand Dr. Manfred Holzner etwa 300 2-sömmrige quicklebendige Bachforellensetzlinge aus unserer Zuchtanlage als Erstbesatz mit, die unter dem Beifall aller Gäste von Herr Philipp in den neuen Bachlauf besetzt wurden. Sowohl der Fischereipächter des Hirschbachs, Herr Hillman, als auch unsere Vereinsleitung haben sich darauf geeinigt, dass dieses neu entstandene Umgehungsgerinne grundsätzlich nicht befischt wird und nur als Aufwuchs Refugium für unsere Fische verwendet wird. Unsere Fischer des Vereins dürfen erst ab dem unmittelbaren Einlauf des neuen Baches in den Inn Fischen.

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